Warum sind wir hier?

„ich bin hier, um den Wald zu schützen. Weil mir Natur super wichtig ist und ich nicht will, dass hier alles zerstört wird. Auch, um neue Lebensweisen auszuprobieren und gemeinschaftlich zu leben, weil hier tolle Menschen sind und aus noch vielen anderen Gründen“ -Orion (23)
 
„Weil der Wald der wichtigsten Lebensraum ist, den wir haben, und weil wir ihn brauchen. “ -Zwiebel (26)
 
„In der Schule hatten wir was zu Flächenverbrauch, das hat bei mir einige Gedankengänge angestoßen. Es wird immer weiter Kies abgebaut und Straßen gebaut, es ändert sich nichts, wenn wir weiterhin ein dreckiges Wirtschaftssystem aufrechterhalten, dass nur sich selbst nützt und nicht den Menschen. Bei jedem Neubaugebiet, das erschlossen wird, sticht mir das in die Augen. Warum halten wir eine Wirtschaft am Laufen, deren einziges Ziel es ist, die Wirtschaft am Laufen zu halten.“ -Stift (19)
 
„ich bin im Wald, weil es sich hier richtig anfühlt.“ -Brombeere (22)
 
„Weiß ich nicht. Weils hier geil ist. Weil Umwelt und so. Vor allem, weil ich Bock auf Bauen hab. Und wegen geilen Menschen.“ -Tobi (41)
 
„Um meinen Kindern eine gesunde Natur bieten zu können. Und um die Lungen der Menschen weiter mit frischem Sauerstoff zu versorgen.“ -Jona (30)
 
„Ich glaube sehr daran, dass genauso wie dieser Wald uns braucht, auch wir diesen Wald zu unserem Schutz brauchen. Dass wir in dieser Welt verloren sind. Je mehr Wälder, je mehr Orte verschinden, desto schwieriger wird es für uns, zu dem zurückzukehren, was wir wirklich sind. Wenn ich draußen in der Welt bin, fühle ich mich weder gesehen noch willkommen mit dem, wer ich bin , was ich bin und was ich bewirken möchte. Und hier im Wald ist das alles einfach. Es darf einfach sein. Es fühlt sich alles richtig an.“ -Schneeflocke (25)
 
„Ich will nicht, dass der Wald abgeholzt wird, weil mir Biodiversität wichtig ist und ich eine gesunde Umwelt erhalten möchte. Ich bin traurig, wenn Lebensräume verschwinden, wenn Dinge, die wir langfristig brauchen, für kurzfristige Interessen zerstört werden. Und unsere Gesellschaft ist einfach super stressig.“ -Mond (23)
 
„Mir geht es hier nicht primär um den Erhalt des Altdorfer Waldes, sondern um den Erhalt aller Wälder, um die Abschaffung des derzeitigen, profitorientierten und lebensfeindlichen Systems und den Aufbau einer neuen, ökologischen und sozialen Welt. Wenn wir so weitermachen wie bisher und nur einzelne, konkrete Wälder schützen, werden alle Wälder weiterhin in Gefahr sein. Ein wichtiger Aspekt ist für mich auch der Aufbau einer herrschaftsfreien, utopischen und lebenswerten Gemeinschaft, in der wir aufeinander achten und einander so nehmen, wie wir sind, in der wir versuchen, uns von den Zwängen und Normen der aktuellen Gesellschaft zu befreien. Waldbesetzungen sind meiner Ansicht nach sowohl Kampf- als auch Lebens- und Lernorte.“ -Fichte (21)
 
„Ich bin hier, weil ich mich für Klimagerechtigkeit einsetzen möchte und in dieser Aktivismusform das gefunden habe, was sich für mich am natürlichsten und richtigsten anfühlt und ich hier am ehesten was reißen kann. Und weil ich es total spannend finde, wie sich hier diese alternative Gesellschaftsform ausbildet. Ich finde es wichtig, so etwas wirklich auszuprobieren und nicht nur darüber zu diskutieren.“ -Inge (24)
 
„Ich bin hier, weil ich will, dass es einen grundsätzlichen allgemeingesellschaftlichen Wandel gibt, durch den Klimagerechtigkeit erreicht wird.“ –das Nudelmonster (18)
 
„Ich will die Besetzung hier radikalisieren. Ich finde, hier wird zu viel mit der Polizei gekuschelt. Und ich will die Besetzung bei Naziangriffen supporten.“ -Lontai (20)
 
„Ich glaube, dass diese Region sehr viel Potential für sozial-ökologische Transformationen hat. Ein großer Teil der örtlichen Bevölkerung ist sehr privilegiert und hat dementsprechend viel Verantwortung für die Gesamtgesellschaft. Hier braucht es eine starke linke Kraft, die die Menschen regelmäßig darauf hinweist und dazu anstachelt, sich nicht dem weiter-so zu beugen.“ -Bonobo (22)
 
„I´m here to meet people who have the same political thinking than me. And to organize revolution.“ -Ruhig (18)
 
„Um gegen den Transport und unnötigen Export von Kies zu protestieren.“ -Ernst (mitte 20)